Leitfaden Standortbestimmung

QUIMS-Schwerpunkt D: Überfachliche Kompetenzen fördern

Dieser Leitfaden unterstützt Schulen bei der Vorbereitung, Durchführung und Weiterarbeit mit der Standortbestimmung zum QUIMS‑Schwerpunkt D.

 1. Vorbereitung der Durchführung

Organisatorisches

  • Zeitfenster von ca. 20 Minuten reservieren (idealerweise im gemeinsamen Sitzungsgefäss vor Ort)
  • Auf der Seite von Menon ein Login erstellen (es gibt ein Login/Schule für die E-Mail-Adresse der Schulleitung, die beim VSA als QUIMS-SL gemeldet ist). Bei Schwierigkeiten, Mail an: support@menon.group oder ikp@vsa.zh.ch
  • Logins prüfen / Testzugang sicherstellen
  • Schulteam: elektronische Geräte für die Durchführung bereithalten: Computer, Tablets, Smartphones

Wichtige Informationen für das Schulteam

  • Die Standortbestimmung ist ein Hilfsinstrument zur Fokussierung auf die vier Aspekte des QUIMS-Schwerpunkts D «Überfachliche Kompetenzen fördern».
  • Sie zeigt:
    • den IST Zustand des aktuellen Unterrichtshandelns,
    • das Interesse des Schulteams, also die gewünschte Weiterentwicklung
    • Durchschnittswerte der Items zur entsprechenden Schulinternen Lehrpersonen-Weiterbildung (SCHILW).
  • Entscheid Schulführung: Wer soll die Standortbestimmung ausfüllen?
    • Schulteam: Klassenlehrpersonen, Fachlehrpersonen, Fachpersonen wie bspw. SHP, DaZ, SSA, Logopädie, Psychomotorik, Betreuung?
    • SuS: Befragung ab der 5. Klasse empfohlen
  • Im Fragebogen gibt es keine richtigen oder falschen Antworten. Alle Angaben werden anonym erhoben; Rückschlüsse auf einzelne Personen sind nicht möglich. Die erhobenen Daten gehören der Schule und werden nicht an Dritte weitergegeben.
  • Das Resultat hat keinen objektiven Wahrheitsanspruch, sondern bildet Tendenzen ab und dient als Basis für weiterführende Diskussionen.
  • Engagierte, fachlich informierte Personen schätzen sich häufig kritischer ein als Personen, die sich noch nicht vertieft mit einem Thema befasst haben. Dies kann das Gesamtresultat beeinflussen.
  • Die Verlinkung der Ergebnisse mit Weiterbildungsmöglichkeiten ist als Datengrundlage und als Empfehlung zu verstehen.

2. Nach der Durchführung

Gruppe zur Ergebnisinterpretation definieren

Mögliche Beteiligte:

  • Schulleitung
  • QUIMS‑Beauftragte
  • QUIMS‑Team
  • Steuergruppe

Interpretation der Ergebnisse

Diskrepanzanalyse:

  • IST-Zustand ↔ Interesse (Hinweis: Der IST-Zustand wird deutlich umfangreicher erhoben als das Interesse)
  • Einschätzung des Schulteams ↔ Einschätzung der Schülerinnen und Schüler

Analyse der einzelnen Fragen:

  • Welche Fragen wurden am besten bzw. am tiefsten bewertet?
  • Wie stark unterscheiden sich die Antworten (Streuung) bei den einzelnen Fragen?

Ableiten erster Entscheidungen

  • Wie gewichten wir den IST-Zustand/das Interesse?
  • Wo haben wir den höchsten Entwicklungsbedarf?
  • Wo liegen unsere Stärken?
  • Woran knüpfen wir an? Welche Themen/Projekte führen wir weiter?
  • Was bauen wir aus?

3. Weiterarbeit mit den Resultaten

Vorauswahl durch die definierte Gruppe

  • Auswahl von ein bis zwei Aspekten der überfachlichen Kompetenzen, die weiterbearbeitet werden sollen.
  • Vorschlag, welche SCHILW absolviert werden soll(en)
  • Auswahl soll für Schulteam nachvollziehbar begründet werden.
  • Die PHZH bietet hierbei Unterstützung in Form von gratis Kurzberatungen, oder ausführlichen Beratungen an: QUIMS-Projekte und schulinterne Weiterbildung systematisch planen | PHZH

Miteinbezug Schulteam

Das Schulteam informiert sich anhand Abstracts und Videos in der Academy über eine nachvollziehbar getroffene Vorauswahl zu den Weiterbildungsangeboten.

Gemeinsame Auswahl

In einer weiteren Sitzung:

  • Angebote priorisieren
  • Gemeinsame Entscheidung für die weitere Fokussierung treffen oder Entscheid durch definierte Gruppe auf Basis der Resultate fällen.

4. Organisatorische Überlegungen zur Weiterbildungswahl

Planung des Umfangs

  • Wie viel Zeit steht für SCHILW und verbindliche Teamarbeit zur Verfügung?
  • Welche zeitlichen Ressourcen braucht jede Lehrperson individuell?

Beteiligung des Teams

  • Welche Mitglieder sind wie beteiligt?
  • Gibt es einen Pilot-Durchlauf, an dem vorerst nur wenige Lehrpersonen / Klassen mitmachen? (Wird unter Punkt 6 nochmals thematisiert.)
  • Was machen Teammitglieder, die nicht betroffen sind? (Siehe weiter unten.)

5. Hinweise zu fachdidaktischen Angeboten

Beispiele

  • SRL fachspezifisch (Zyklus 3)
  • Voraussetzung Lesekompetenz (alle Zyklen)
  • Mathematik verstehen (Zyklus 1 & 2)

Wichtige Grundsätze

  • Gute Personalentwicklung bedeutet nicht, dass alle gleichzeitig am gleichen Thema arbeiten müssen.
  • Oft gibt es eine allgemeine Inputveranstaltung für das ganze Team (inkl. fachfremde Lehrpersonen) und anschliessend fachspezifische Vertiefungen. Nicht alle Angebote beinhalten Vertiefungen, mit denen alle Teammitglieder erreicht werden können.

Optionen für nicht involvierte Fachpersonen

  • Alternative Arbeiten für das Schulteam, Unterrichtsteam oder Jahrgangsteam übernehmen. Bspw. fachliche Unterrichtsinhalte für weitere Klassen erarbeiten, Projektwochen planen, etc.
  • Fachdidaktische Coachings in Anspruch nehmen
  • Asynchrone Weiterbildungsformate für das Schulteam planen

6. Weitere Möglichkeiten

Start mit einer motivierten kleineren Gruppe, die ein Thema vertieft. Bei erfolgreicher Arbeit:

  • Präsentation im Folgejahr
  • anschliessender Einstieg mit dem gesamten Schulteam